zeftii   projekte   mitglied werden   spenden   e-mail

 

"Sprache im Spiel - Chancen im Leben"
Mit diesem Projekt haben wir uns beim Wettbewerb Sparda macht's möglich beworben. Sie helfen uns, wenn Sie hier für uns abstimmen!

Kurze Projektbeschreibung

Mit drei Jahren haben manche Kinder 30 Millionen Wörter mehr gehört als andere. Wörter, Gesten, Lieder, Geschichten, Reime sind wesentliche Elemente der frühkindlichen Sprach- und Intelligenz-Entwicklung. Hören, Nacherzählen, Weiterspinnen, selbst Erfinden, darüber Sprechen, Malen oder Spielen von Geschichten sind jedoch nicht nur wichtig für den Spracherwerb. Es hat auch Auswirkungen auf die Leistungen in Schule und Beruf, auf Lebensglück und sogar auf die Lebenserwartung. In welchem Umfang das im häuslichen Umfeld geschieht oder nicht geschieht, nennen Wissenschaftler HLE - Home Learning Environment. Darunter fällt auch, ob mit Kindern a) viel, b) positiv und c) auffordernd gesprochen wird. Leider ist das HLE in vielen Familien nicht besonders fördernd.

Mit unserem Projekt können wir nicht alle Mängel beheben. Aber wir wollen ein kleines bisschen dazu beitragen, dass Kinder Sprache und Kreativität nutzen und über diese Kompetenzen ein positiveres Selbstwertgefühl entwickeln. Kinder sollen Sprache erleben, den Ausdruck in Sprache und mit anderen Mitteln wie Malen und Theaterspiel erfahren und darüber ihren Erfahrungsschatz erweitern. Im eigenen Tun entwickeln und steigern Kinder ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwertgefühl. Kindern sollen erfahren, dass in einem gedruckten Buch Geschichten stecken, die man selber zum Leben erwecken kann – durch Erzählen, Malen, Spielen usw. Dass man die Sprache und Bilder nicht nur konsumiert, sondern selber in Bilder und Sprache und Handlungen verwandeln kann. Im Buch steckt also ein Schatz. Und Geschichten leben.

Dazu wollen wir in den Räumen des Quartiermanagements Hammerstatt eine vorerst wöchentliche Veranstaltung etablieren. In ca. 2,5 Stunden werden wir Kindern von 2 bis 6 Jahren Märchen vorlesen, werden sie mit ihnen nacherzählen, die Kinder zu den Märchen Bilder malen lassen und anschließend das Märchen mit den Kindern spielen. Dazu nutzen wir den hohen Aufforderungscharakter von Requisiten wie Tüchern, Kostümen, Hüten usw. Die Kinder werden zu den Terminen eingeladen und ggf. auch von zu Hause abgeholt. Zur „Aufführung“ sind auch Eltern willkommen. Durch die Einbindung der Eltern erfolgt auch ein Rückfluss der Anregungen in die Familien. Es ergeht implizit und explizit die Aufforderung, das Erfahrene nicht auf die 2,5 Stunden zu beschränken, sondern auch außerhalb des engeren Projekts im familiären Rahmen fortzusetzen.

Das Projekt ist zunächst ein Einstieg. In einer späteren Phase hoffen wir A) mit Kindern neue Wort-Räume zu entdecken, z.B. indem das Projekt auch in der Stadtbibliothek oder in Kooperation mit Schulen und/oder Kitas/Kindergärten durchgeführt werden kann. B) streben wir eine Kooperation mit dem ebenfalls im Quartier Hammerstatt geplanten Erzählcafé an. C) wollen wir über den Zugang durch die Kinder auch Eltern und andere Familienangehörige einbinden bzw. das Projekt für andere Zielgruppen erweiteren.

Das Besondere an unserem Projekt ist, dass wir – wenn wir es über die Jahre hinweg etablieren können – Kindern damit eine bessere Lebensperspektive eröffnen, als ohne unsere Arbeit. Das heißt, neben dem Spaß, den die Kinder unmittelbar erfahren, wirkt das Projekt in 10, 20 oder noch mehr Jahren. Damit nutzen wir nicht nur den Kindern, die teilnehmen, sondern der Gesellschaft insgesamt.

 

 

zeftii   projekte   mitglied werden   spenden   e-mail
satzung    impressum    home